Rollator Informationen - Fragen und Antworten (FAQ)

Ab einem bestimmten Alter kommt es vor, dass ältere oder gehbehinderte Menschen mit einem Gehstock oder einen anderen Stütze nicht mehr ausreichend Stand und Halt erfahren.

Hier finden Sie Antworten auf folgende häufig gestellte Fragen (FAQ) zu der Gehhilfe:

Was ist ein Rollator?

Ein Rollator, die fahrbare Gehhilfe mit meist 4 Rädern und einer Ablage, sorgt für mehr Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit. Mit ihr können auch Menschen höheren Alters weiterhin zu Hause wohnen, was ohne die Mobilitätshilfe unter Umständen nicht mehr möglich gewesen wäre.

Rollatoren, die Anfang der 90er Jahre in Skandinavien entwickelt wurden, haben sich in Deutschland und Europa dank ihrer praktischen Hilfsfunktion schnell zum Verkaufsschlager entwickelt.

Dank der Gehhilfe auf 4 Rädern stellen der Weg zum Supermarkt, Ausflüge oder die Fortbewegung innerhalb der eigenen Wohnung keine unüberwindbaren Hürden mehr dar.

Wie viele Menschen nutzen einen Rollator?

Der Rollator-Markt ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen. Grund ist ist die deutlich gestiegene Nachfrage und das Potential in einem Markt, der für die herstellenden Unternehmen in vielerlei Hinsicht attraktiv ist. Wenn die Prognosen der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland Recht behalten, dann ist schon bald ist jeder dritte Deutsche ein alter Mensch. Im Jahr 2015 wuchs nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes die Zahl der über 65-Jährigen von heute rund 17 Millionen auf etwa 23 Millionen Menschen an.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schätzt die jährliche Kaufkraft der über 65-Jährigen Menschen auf rund 640 Millionen Euro. Ein nicht unbeträchtlicher Teil dieser Kaufkraft fließt in Gesundheitsprodukte und medizinische Hilfsmittel. Die Unternehmensberatung Roland Berger erwartet, dass die Ausgaben für diese Produkte bis zum Jahr 2035 um rund 40% steigen werden.

Bereits jetzt hat sich die Nachfrage am Rollatormarkt sehr positiv entwickelt. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) verzeichnet laut einer Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine signifikante Zunahme von auf Rezept verordneten Rollatoren. In fünf Jahren ist die Zahl der von der Krankenkasse voll- oder teilfinanzierten Gehhilfen um 38 Prozent gestiegen.

Für wen sind Rollatoren geeignet?

Die mobile Gehhilfe eignet sich für nahezu alle Personen, die Unterstützung bei der Fortbewegung benötigen, insbesondere

  • Senioren,
  • Gehbehinderte,
  • Menschen mit eingeschränkter Mobilität, und
  • Menschen die unter Arthritis, Parkinson oder anderen Krankheiten leiden, welche die Bewegungsfreiheit stark einschränken

Wie unterschieden sich die Rollatoren?

Rollatoren gibt es in verschiedenen Materialien, Größen und Ausführungen. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind unter anderem folgende Kriterien:

  • Rahmen (z.B. Holz, Aluminium)
  • Sitzhöhe (sollte der Körpergröße angepasst sein)
  • Tragkraft und Gewicht
  • Zubehör (Ablagefläche, Einkaufskorb, Schirmhalter, etc.)
  • Gerät kann platzsparend zusammengeklappt werden ja/nein
  • Bedienung der Bremsen

Tipp: Wenn Ihr Rollator mit Reflektoren ausgestattet ist, wie man es auch vom Fahrrad kennt, erhöht sich die Sichtbarkeit und Sicherheit bei Dunkelheit. Manche Gehhilfen verfügen zudem über aktive Rückstrahler.

Wo kann ich den Rollator benutzen?

Einen Rollator der neueren Generation und mit hohem Qualitätsanspruch können Sie grundsätzlich nicht nur in Ihrer Wohnung, sondern auch auf nahezu allen anderen Böden verwenden, z.B. auf dem Gehweg, beim Überqueren der Straße, auf dem Rasen im Park oder auch auf Schotterwegen.

Gehhilfen mit 3 Rädern werden als Deltarad bezeichnet. Sie eignen sich hauptsächlich für die Verwendung innerhalb der Wohnung.

Kann ich einen Rollator zusammenklappen?

Ja, fast alle Rollatoren lassen sich falten oder zusammenklappen. Dadurch erhöht sich der Mobilitätsgrad, denn die Gehhilfe lässt sich durch das Zusammenklappen auch im Kofferraum oder auf Bahnfahrten bequem verstauen.

Tipp: Einige Geräte verfügen über eine praktische Faltsicherung, die automatisch einrastet, wenn der Rollator aufgestellt und benutzt wird.

Übrigens: 2005 hat das Landgericht Hannover entschieden, dass Mieter in einem Mehrfamilienhaus den Rollator im Treppenhaus abstellen dürfen. Dafür muss er allerdings platzsparend zusammengeklappt werden.

Wer sind die Hersteller von Rollatoren?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Hersteller von Rollatoren und anderen Gehhilfen. Zu den bekanntesten Firmen und Marken gehören unter anderem Topo, Bischoff & Bischoff, Dolomite, Etac oder Dietz.

Bezahlt die Krankenkasse den Rollator?

Nach einer Verschreibung durch den Arzt wird ein Großteil aller Rollatoren durch die Krankenkasse bezahlt. Dabei handelt sich jedoch meist um relativ günstige Standardausführungen. Wer Anspruch auf höhere Qualität oder besser Ausstattung legt, der kann durch eine Zuzahlung ein Gerät der Wahl kaufen.

Ähnlich wie bei einer Brille gibt es somit auch bei Rollatoren Kassenmodelle und darüber hinaus zuzahlungspflichtige Ausführungen. Im Heilmittelverzeichnis wird er unter der Produktgruppe 10.50.04 geführt. Die speziellen Bedingungen sollten vorher mit der jeweiligen Krankenkasse geklärt werden.

Auf welche Sicherheitsmerkmale sollte geachtet werden?

Wer auf die Sicherheit seines Rollators Wert legt, richtet sein Augenmerk zumeist auf die Bremsen. Hochwertige und unmittelbar wirkende Bremsen sind ein wichtiger Faktor. Auch die Feststellbremse, ähnlich einer Handbremse beim Auto, ist insbesondere dann wichtig, wenn der Rollator als Sitzgelegenheit genutzt wird. Diese zeigt aber nur dann die volle Wirkung, wenn die Räder auf glattem Boden nicht rutschen.

Neben den Bremsen sollte daher auch auf Profilräder geachtet werden, welche zusätzliche Sicherheit gewähren. Durch spezielle Profile sind die Räder vor leichtem Rutschen auf glatten Oberflächen geschützt und geben so insgesamt mehr Stabilität und Halt.

Wer seinen Rollator auch in der Dämmerung der Morgen- und Abendstunden nutzt, kann sich anderen Verkehrsteilnehmern mit zusätzlichen Reflektoren deutlicher bemerkbar machen. Rollator-Reflektoren sind dabei ein ergänzender Sicherheitsfaktor im Straßenverkehr.

Die meisten Rollatoren können problemlos zusammengeklappt werden, um sie platzsparend aufzubewahren oder zu transportieren. Eine Faltsicherung bietet bei diesen Modellen zusätzlichen Schutz, damit der Rollator während des Gehens nicht ungewollt einklappt, und damit ein Sicherheitsrisiko darstellt. Bei den meisten Rollator-Modellen mit Faltsicherung rastet dieses automatisch beim Aufklappen ein und bietet damit zusätzlichen Schutz.

Was ist der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie beim Rollatorkauf?

Leser Rollator-Gehhilfe.de richten häufig die Frage an uns, worin beim Rollatorkauf der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung besteht.

Bei der gesetzlich Gewährleistung handelt es um eine gesetzlich geregelte Mängelhaftung. Der Gesetzgeber sieht hierbei vor, dass alle verkauften Produkte frei von Rechts- und Sachmängeln sein müssen. Bei Neuwaren wie auch bei neuen Rollatoren beträgt die gesetzliche Gewährleistung nach § 438 BGB 24 Monate ab Kaufdatum.

Tritt innerhalb von 24 Monaten nach Kauf des Rollators ein Mangel auf, und kann nachgewiesen werden, dass dieser Mangel oder Defekt bereits beim Kauf vorgelegen hat, so hat der Käufer ein Recht auf Nacherfüllung in Form einer Reparatur oder eines Austausches (§ 439 BGB), Rücktritt vom Kaufvertrag (§ 440; § 323; § 326), Minderung des Kaufpreises (§ 441 BGB) oder Anspruch auf Schadensersatz (§ 437 Nr. 3 BGB).

Die Rollator-Garantie ist eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers. Den Zeitrahmen der Garantie sowie der Umfang kann der Hersteller eigenständig festlegen. Die Garantie kann sich auf den gesamten Rollator oder auch nur einzelne Bestandteile wie beispielsweise den Rahmen oder die Räder beziehen.

Die besten Rollatoren für Sie

Wir haben die populärsten Rollatoren, die in Deutschland erhältlich sind, für Sie aufgelistet. Mit der Auswahl eines Rollators aus unserer Top-10-Bestenliste sind Sie immer gut beraten:

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