Rollator Tipps - Hilfe und Ratgbeber zur Rollator Nutzung

Wir haben für Sie die besten Tipps, Tricks und Ratschläge zur Nutzung Ihres Rollators im Alltag zusammengefasst:

Die richtigen Einstellungen für den Rollator

Rollator Handgriffe

Rollator Handgriffe

Für die bestmögliche Sicherheit, die aktive Unterstützung beim Fahren sowie die Langlebigkeit des Produkts sollte ein Rollator immer optimal auf seinen Nutzer eingestellt sein. Der wichtigste Faktor ist dabei die richtige Höhe der Handgriffe.

Durch zu niedrig eingestellte Griffe verlagert sich der Schwerpunkt des Nutzer zu weit nach vorne. Dies kann durch eine dauerhafte Fehlhaltung nicht nur zu Rückenschmerzen führen sondern auch ein Sicherheitsproblem darstellen. Hindernisse können in dieser Haltung nicht mehr einfach überwunden werden. Auch die Gefahr für einen Sturz steigt.

Häufiger zu beobachten ist jedoch das Rollatornutzer die Handgriffe zu hoch einstellen, und ihre Mobilitätshilfe ähnlich wie einen Einkaufswagen bedienen. Dies erschwert das Lenken und kann analog zu tiefen Handgriffen zu Fehlhaltungen und daraus resultierenden Schmerzen führen.

 

Für die optimale Höhe der Handgriffe gilt folgende Faustregel: Wenn der Benutzer gerade steht, sollten sich die Handgriffe auf Höhe der Handgelenke befinden.

Somit sind die Arme und der Oberkörper beim Gehen nur minimal gebeugt, und der Nutzer läuft direkt im Rollator mit den Füßen zwischen den Hinterrädern, statt dahinter. Eine persönliche Komfortposition kann individuell leicht von der beschriebenen Höhe und Haltung abweichen. Sollten sich jedoch Schmerzen im Handgelenk oder im Rücken bemerkbar machen, sollte die Höhe der Handgriffe erneut justiert werden.

Genormte Qualität

Rollatoren unterliegen in Deutschland einer Norm (DIN EN ISO 11199 Teil 2), welche hohe Qualitätsanforderungen an die Geräte stellt.

So werden unter anderem für die Bremsen der Rollatoren wichtige Standards festgelegt. Achten Sie beim Kauf einer fahrbaren Gehhilfe darauf, dass diese der Norm entspricht.

Bordsteinkanten

Wenn Sie mit ihrem Rollator eine Bordsteinkante überwinden möch­ten, müssen Sie ihn dazu leicht anheben.

Leicht und schneller geht es in der Regel, wenn Sie mit dem Rollator über eine abgesenkte Stelle der Kante fahren. Bei Türschwellen und anderen niedrigen Hinder­nissen fahren Sie einfach etwas schräg/versetzt hinüber.

Wenn jedes Rad einzeln die Schwelle überwindet, ist der Kraft­aufwand geringer und es geht insgesamt leichter von der Hand.

Rollator im öffentlichen Nahverkehr

Machen Sie sich zunächst mit Ihrem Rollator vertraut und lassen Sie sich auf Ihrem ersten Ausflug durch ein Familienmitglied oder einen anderen Helfer unterstützen.

 

Nutzen Sie den Rollator im Bus oder in der Bahn nicht als Sitzfläche. Hier besteht beim plötzlichen Bremsen oder in Kurven Rutsch- und Sturzgefahr.

Üben Sie mit Unterstützung eines freundlichen Helfers das Ein- und Aussteigen in öffentliche Verkehrsmittel, um sich mit der Handhabung Ihrer Gehhilfe vertraut zu machen.

Allgemein: In verkehrsarmen Zeiten (meist vormittags und nachmittags vor dem Feierabendverkehr) sind Sie mit Ihrer Gehhilfe sicherer unterwegs.

Rollator als Einkaufswagen nutzen

Rollator Korb

Rollator mit Korb (Invacare P452E)

Der Rollator ist eine praktische Einkaufshilfe. Er sollte jedoch nicht als Einkaufswagen zweckentfremdend werden.

Für den Transport der Einkäufe sollte immer nur der Transportkorb benutzt werden, der für diese Zwecke vorgesehen ist. Wenn Einkaufstüten und Taschen an den Handgriffen aufhängt werden, besteht Kipp- und Sturzgefahr.

Modelle wie etwa der Invacare P452E 3 Rollator verfügen über einen ausreichend großen Korb in Fahrradkorbgröße. Zusätzlich steht unterhalb des Korbs noch eine Ablagefläche, etwa für Einkaufstüten oder 6er-Packs Wasserflaschen zur Verfügung.

Überhalb des Korbs befindet sich zudem noch ein Tablett, auf dem Kleingkeiten abgelegt werden können. Das Tablett wird an der Unterseite einfach auf den Sitz gesteckt.

Rückenlehne nicht für Kleidungsstücke

Die Rückenlehne eines Rollators sollte nicht als Kleiderständer verwendet werden. Wird an der Rückenlehne ein längeres Kleidungstück aufgehängt, kann es sich im Zweifel in den Rädern verfangen und somit ein Sturz- und Unfallrisiko darstellen.

Transport im Kofferaum

Moderne, faltbare Rollatoren können einfach auf geringe Maße zusammengefaltet und im Kofferaum eines Autos verstaut werden. Es ist hierbei jedoch zu beachten, dass der Rollator nicht als erstes verstaut, und mit weiteren Gegenständen überlagert wird. Hierbei kann es zu unerwünschten Verstellungen der justierten Handgriffe und Bremsen kommen.

 

Der Rollator sollte für den optimalen und sicheren Transport immer als letztes im Kofferraum des Fahrzeugs verstaut werden.

Beleuchtung

Wer auch in der Dämmerung oder in der Dunkelheit mit seinem Rollator unterwegs ist, stellt ein potentielles Sicherheitsrisiko im städtischen Straßenverkehr dar. Entsprechendes Zubehör wir Reflektoren oder LED-Lampen, wie man sie auch von Fahrrädern kennt, können die Sichereit im Straßenverkehr deutlich erhöhen.

Regelmäßige Wartung

Hochwertige Rollatoren sind weitgehend wartungsfrei und über viele Jahre hinweg nutzbar. Dennoch sollte in regelmäßigen Abständen eine Sicherheitsüberpüfung stattfinden, welche besonderes Augenmerk auf die Bremsen und die Räder legt. Im Bedarfsfall stehen für nahezu alle Teile eines Rollators Ersatzteile zur Verfügung, so dass keine vollständige Neuanschaffung notwendig ist.

Diebstahlschutz

Insbesondere für Nutzer, die ihren Rollator aus Platzgründen vor der Wohnungs- oder Haustür stehen lassen müssen, ergibt sich ein Sicherheitsrisiko durch den Diebstahl der Gehhilfe. Die einfachste Möglichkeit der Sicherung bieten herkömmliche Fahrradschlösser, mit denen der Rollator an einen befestigtem Bestandteil des Treppenhauses oder des Eingangsbereiches verschlossen werden kann. Wichtig ist hierbei darauf zu achten, dass Fluchtwege nicht versperrt und die Hausordnung eingehalten wird. Zudem werden mittlerweile von Herstellen wie TOPRO auch spezielle Rollator-Schlösser angeboten.

Rollator-Garage

Um den Rollator vor Wettereinflüssen zu schützen, bieten sich flexible Rollator-Abdeckungen aus Kunststoff an, mit denen die Gehhilfe abgedeckt werden kann. Wer sich zudem auch erweiterten Diebstahlschutz wünscht, kann auf eine spezielle Metall-Box zurückgreifen, in welcher der Rollator sicher verstaut werden kann.

Rollator auf Rezept - was zahlt die Krankenkasse

Grundsätzlich zahlt die Krankenkasse einen Rollator, wenn dieser vom Hausarzt verordnet wird. Das Grundbedürfnis nach Bewegung darf nicht eingeschränkt werden, und die Krankenkassen kommen ihrer Leistungspflicht nach. Ein Rollator auf Rezept ist somit möglich.

Vor dem Gang zum Arzt sollte eine Auskunft bei der jeweiligen Krankenkasse eingeholt werden, da sich Art und Umfang der Unterstützungsleistungen unterscheiden können. Ob TK, AOK, DAK, Barmer, IKK oder BKK - die Konditionen und Zuzahlungen zu einem Rollator können von Fall zu Fall variieren.

In der Regel verschreibt der Arzt dem Patienten einen Standardrollator. Wer auf höhere Qualität, Zubehör und bestimmte Ausstattungsmerkmale Wert legt, muss aus eigener Tasche eine Zuzahlung leisten.

 

Wer unter besonderen Bewschwerden wie etwa schweren Gelenkserkrankungen oder Atembeschwerden leidet, hat gegebenenfalls Anspruch auf einen teureren Leichtgewicht-Rollator.

Zu beachten ist, dass Rollatoren, die auf Rezept bezogen werden, oftmals Eigentum des Sanitätshauses bleiben, und der Nutzer diesen nur auf Leihbasis nutzen darf. Die entsprechende Leihdauer kann dabei jedoch jederzeit verlängert werden, so lange die Nutzung eines Rollators weiterhin notwendig ist.

Die besten Rollatoren für Sie

Wir haben die populärsten Rollatoren, die in Deutschland erhältlich sind, für Sie aufgelistet. Mit der Auswahl eines Rollators aus unserer Top-10-Bestenliste sind Sie immer gut beraten:

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