Rollator Vergleich - günstige Rollatoren im Test

Günstige Rollator-Modelle in der Einstiegsklasse haben ihre Tücken

Rollator Russka VitalQualität hat ihren Preis, und diese Redewendung bewahrheitet sich auch bei den immer beliebter werdenden Rollatoren. Die Gehhilfen für Senioren und gehbehinderte Menschen haben sich in den vergangenen Jahren in zwei Lager geteilt: Die günstigen Modelle für zuhause und zum Einsatz auf ebenem Boden, und teurere Modelle, die in zahlreichen Lebenssituationen und Einsatzszenarien zum Einsatz kommen.

Ein günstiger Rollator mindert seinen Preisvorteil meist durch gewichtige Nachteile in der Handhabung im Alltag. Die Mobilitätshilfen der Einstiegsklasse sind oft deutlich schwerer und lassen sich damit nur beschwerlich über Bordsteine heben oder über die Treppe zur Wohnungstür transportieren. Auch auf unebenem Untergrund wie Pflastersteinen, Kieseln oder Wald- und Feldwegen lassen sich preiswerte Rollatoren nur unzureichend bewegen und taugen damit nur bedingt als Gehhilfe.

Geringes Gewicht, leichte Handhabung und funktional durchdacht

Die einfachen Rollatoren, die von der Krankenkasse oft auf Rezept finanziert werden, stehen damit den modernen und teureren Modellen deutlich nach. Die so genannten Querfalter, die zur Fahrtrichtung zusammengeklappt werden, sind oft aus Stahl gefertigt und weisen hierdurch ein hohes Gewicht auf. Die hochwertigeren Rollator-Modelle bestehen aus Aluminium, sind leicht im Gewicht und werden als Längsfalter mit einem einfachen Handgriff in der Mitte gefaltet.

Der Markt für die Längsfalter Rollatoren ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts auch in Deutschland zu großer Blüte getrieben. Der Rollator-Hersteller Topro aus Norwegen sorgte mit der Einführung des Längsfalters für eine stille Revolution am Markt der Mobilitätshilfen. Die auf Funktionalität und modernes Design getrimmten Modelle fanden schnell Anklang und entwickelten sich in vielen Bereichen zum Marktführer in Deutschland und Europa.

Nachteile günstiger Rollatoren:

  • Die Handgriffe und Bremshebel sind weit auseinander und erschweren so die Bedienung und das Bremsen
  • Die Veränderung der Griffhöhe lässt sich nicht an sichtbaren Markierungen festmachen und die Griffstange rastet nicht in Arretierungen ein, so dass eine Veränderung der Griffhöhe jedes Mal aufs Neue erprobt werden muss
  • Die so genannten Querfalter unter den Rollatoren sind mitunter nicht leicht zusammenzuklappen. Modelle wie der Bischoff & Bischoff Rollator B gestalten sich als sperrig und können bei unsachgemäßer Faltung leicht umkippen. Die Querstange müssen Nutzer bei diesem Modell nach oben ziehen, um die Rück- und Vorderseite ineinander zu falten

Vorteile hochwertiger Rollatoren:

  • Das Bremsen wird dem Nutzer erleichtert und intuitiv ermöglicht, indem die Bremse direkt unter dem Handgriff angebracht und somit unkompliziert erreichbar ist
  • Die Griffhöhe kann variiert und anhand von Markierungen und Zahlen mehrstufig eingestellt werden
  • Längsfalter-Modelle lassen sich bequem und unkompliziert zusammenfalten und platzsparend verstauen. Nutzer ziehen hierfür einfach an eine speziellen Schlaufe, die am Sitz angebracht ist

Rollator Test: Längsfalter & Querfalter im Vergleich

Die Zeitschrift „test“ der Stiftung Warentest untersucht in ihrer Ausgabe 2/2014 verschiedene Rollatoren, darunter insgesamt zehn Längsfalter sowie fünf Querfalter. Die Redaktion, unabhängige Experten und Nutzer im Alter von 75 bis 81 Jahren unterziehen die Rollatoren einem Praxistest, und prüfen die Alltagstauglichkeit. Zusätzlich werden einzelne Funktionen sowie die Zusammensetzung von Bestandteilen der Handgriffe auf gefährliche Stoffe geprüft.

Das Testergebnis: Am besten schnitten die geprüften Längsfalter-Modelle ab. Günstige Rollatoren mit dem klassischen Querfalter-Prinzip stehen den moderneren aber auch kostspieligeren Varianten in der Praxis nach. „Siebenmal gut“, so dass Qualitätsurteil des Magazins zu den getesteten Gehhilfen, die einem Preissegment von rund 300 bis 400 Euro angesiedelt sind.

Testsieger Russka Vital: Günstiger Rollator der neuen Generation

Der Testsieger in der gesamtnote im Rollator-Test der Stiftung Warentest in der Zeitschrift „test“ ist das Modell Russka Vital mit der Note „2,0“. Der ca. 300 Euro teure Rollator ist ein funktionaler und eleganter Begleiter auf allen Wegen. Der Aluminiumrahmen des Russka Vital bietet hohe und ein leichtes Eigengewicht. Durch die Längsfalter-Technik lässt er sich zusammen gefaltet Platz sparend überall verstauen.

Merkmale des Russka Vital Rollators im Überblick:

  • Belastbarkeit: 150 kg
  • Breite: 60 cm
  • Länge: 66 cm
  • Höhe Modell 54: 66 - 85 cm
  • Höhe Modell 62: 74 - 102 cm
  • Sitzhöhe Modell 54: 54 cm
  • Sitzhöhe Modell 62: 62 cm
  • Eigengewicht Modell 54: 6,6 kg (ohne Zubehör)
  • Eigengewicht Modell 62: 6,8 kg (ohne Zubehör)

Unterschiede im Detail: Warum sich ein Aufpreis im Alltag lohnt

Die hochwertigeren und kostspieligeren Rollatoren überzeugen oft nicht nur in der einfachen Handhabung, dem unkomplizierten Transport und der problemlosen Anwendung auf unterschiedlichen Boden- und Straßenbelägen. Auch in Details der Ausstattung und Verarbeitung gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Einstiegsmodellen und Rollatoren der gehobenen Klasse.

Die Unterschiede werden besonders in anspruchsvollen Situationen deutlich. Auf steinigen und beschwerlichen Wegen und mit gefülltem Korb, etwa nach einem Einkauf, müssen sich die Bremsen besonders unter Beweis stellen. Optimaler Weise sollte sich der Rollator mit angezogener Bremse nicht mehr fortbewegen lassen, die Reifen durch sich nicht mehr weiterdrehen. Aber auch ein Weiterschieben mit angezogener Bremse soll nicht ohne weiteres möglich sein. Glatte und profillose Räder lassen den Nutzer unter Umständen jedoch genau an dieser Stelle in die Falle tappen.

Zu den populären Längsfalter-Rollatoren zählen unter anderem die folgenden Modelle:

Praxis-Tipps für den Umgang mit dem Rollator

  • Nutzer sollten den Rollator in aufrechter Haltung benutzen, und nicht gebückt gehen, um den Rücken und die Muskulatur zu schonen. Um zwischen den Seitenteilen des Rollator aufrecht gehen zu können, müssen die Handgriffe auf die Höhe der Handgelenke eingestellt werden.
  • Wer den Rollator im öffentlichen Nahverkehr benutzt und mit dem Bus fährt, der sollte den Rollator wenn möglich anschnallen, sofern im Bus Gurte dafür vorgesehen sind. Die Nutzung des Rollators als Sitzplatz im Bus sollte aufgrund des hohen Unfallpotentials unterlassen werden.

Die besten Rollatoren für Sie

Wir haben die populärsten Rollatoren, die in Deutschland erhältlich sind, für Sie aufgelistet. Mit der Auswahl eines Rollators aus unserer Top-10-Bestenliste sind Sie immer gut beraten:

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